Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Bootycall

[Altes Thema | geschlossen ] Regelkunde: Wenn Goalies den Helm verlieren

7 Beiträge in diesem Thema

Schiedsrichter mit korrekter Entscheidung im Spiel Iserlohn Roosters gegen Straubing Tigers / Tor war anzuerkennen

Im Spiel zwischen den Iserlohn Roosters und den Straubing Tigers am 5. Januar 2018 kam es in der 43. Spielminute zu einer umstrittenen Situation. Der Iserlohner Spieler Sasa Martinovic zog vor das
das Straubinger Tor und wurde bei dieser Bewegung vom verteidigenden Tigers-Stürmer Michael Hedden gegen Torhüter Sebastian Vogl gedrängt. Dieser verlor bei dieser Aktion seine Maske. Roosters-Stürmer Chad Costello nahm in diesem Moment die freie Scheibe auf und traf zum 2:1 für Iserlohn. Die Schiedsrichter zogen anschließend den Videobeweis heran, der die Entscheidung auf dem Eis auf „gutes Tor“ bestätigte.

Richtige Entscheidung der Schiedsrichter

Maßgeblich für die Entscheidung der Schiedsrichter, das Tor anzuerkennen, waren die Regeln 183/III und 200/III:

REGEL 183 – SCHUTZ DES TORHÜTERS

III. Wurde ein angreifender Feldspieler von einem Gegner derart gestoßen, geschubst, gedrängt oder gefoult, dass er in Kontakt mit dem Torhüter kommt, wird ein solcher Kontakt nicht als ein von ihm herbeigeführter Kontakt gewertet, vorausgesetzt, der angreifende Feldspieler hat sich sichtlich bemüht, diesen Kontakt zu vermeiden.

REGEL 200 – LAUFENDES SPIEL – TORHÜTER

III. Verliert ein Torhüter seine Gesichtsmaske während des laufenden Spiels und ist das gegnerische Team im Besitz des Pucks, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel, falls keine unmittelbare Torchance besteht. Das folgende Anspiel erfolgt an einem der Anspielpunkte in der Verteidigungszone.

Sasa Martinovic wurde nach den vorliegenden Bildern gegen den Torwart gedrängt. Martinovic versucht, sich noch, sich am Torwart „vorbeizuschlängeln“, was jedoch nicht mehr gelingt. Nach Regel 183/III war dies eine legale Aktion. Nach Regel 200/III konnte das Spiel trotz des Verlustes der Torwartmaske nicht unterbrochen werden, da Iserlohns Chad Costello eine „unmittelbare“ Torchance hat.

In Anbetracht der vorliegenden Regeln mussten die Schiedsrichter das Tor anerkennen.

https://www.del.org/news/torwart-verliert-seine-maske-waehrend-einer-torchance/8063

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Sicherlich richtig, aber wie oft wurden solche Szenen schon abgepfiffen und es gab eine Strafe gegen denjenigen, der den Goalie berührte? 

 

Finde die Regel generell doof. Was passiert denn, wenn der Goalie dann den Puck ins Gesicht bekommt? Auch hier sollte man über eine Regeländerung nachdenken.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gerade eben schrieb Tobihai:

Sicherlich richtig, aber wie oft wurden solche Szenen schon abgepfiffen und es gab eine Strafe gegen denjenigen, der den Goalie berührte? 

 

Finde die Regel generell doof. Was passiert denn, wenn der Goalie dann den Puck ins Gesicht bekommt? Auch hier sollte man über eine Regeländerung nachdenken.

jetzt wo Trefilow nicht mehr spielt, kann man die Regel auch wieder ändern ;) 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wobei sich hier auf Regel 200/3 bezogen wird, die in diesem Fall nicht angewendet werden kann, da Iserlohn nicht im Puckbesitz war.

Der Puckbesitz ist in Regel 7 klar beschrieben und war in dem Fall nicht gegeben.

Andernfalls haben die Schiris dann beim 2:2 falsch gehandelt ?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Wobei sich hier auf Regel 200/3 bezogen wird, die in diesem Fall nicht angewendet werden kann, da Iserlohn nicht im Puckbesitz war.

Der Puckbesitz ist in Regel 7 klar beschrieben und war in dem Fall nicht gegeben.

Andernfalls haben die Schiris dann beim 2:2 falsch gehandelt

Oh Mann, es lagen zwischen Helmfall und Tor 1,5 Sekunden, die Scheibe war schon drin bevor der Helm das Eis berührt hat.

Die Szene zum 2:1 im Detail für den Schiri unübersichtlich, die zum 2:2 dagegen klar ersichtlich, somit erfolgte der Pfiff vor dem Tor und Tore nach Abpfiff zählen nun mal nicht, egal wie regulär sie waren, aber belassen wir es dabei, du hast Recht

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Es ist wie es ist, vorbei und vergessen! 

Aber die Begründung nach DEL lautet: 

Ob Tor oder nicht hängt davon ab wie schnell der Schiri abpfeift und das kann es doch wirklich nicht sein... 

Mir mittlerweile wurscht, am Spieltag hätte ich den Schiri am liebsten durch den TV gezogen! Die Erklärung der DEL hab ich vernommen, zustimmen kann ich leider nicht... 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Dem kann man jetzt zustimmen, das Problem waren hier nicht die Schiris sondern die Regeln.  Eine faire Regelung muß unabhängig vom erfolgreichen Torschuß sein.

 

Der eigentliche Skandal war das übersehene Abseits. Sicher kommt sowas immer wieder vor, aber doch nicht in der Deutlichkeit. Siehe dem Link aus der Beschwerde Straubings. Der Linesmen stand doch da 2m hinter dem pucklosen Spieler, das kann man doch nicht übersehen. Dann sollen sie halt hier auch den Videobeweis zulassen, wenn ein Tor gefallen ist. Der Vorteil eines Abseits kann manchmal größer sein als ein Schlittschuh im Torraum oder ein Schläger der 2cm über Schulterhöhe ist. Außerdem wäre das Abseits meist einwandfrei erkennbar, was beim hohen Stock nicht immer der Fall ist

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast
Dieses Thema wurde für weitere Antworten geschlossen.
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0